Mit dem Bundesgesundheitsminister im Gespräch


Der Bundesgesundheitsminister trifft Pflegebotschafterinnen auf der Altenpflegemesse Nürnberg

Die Vertreter der Gesundheitspolitik merken allmählich, was seit vielen Jahren prognostiziert wird: der Bedarf an examinierten Fachkräften, Pflegehelfern, Gesundheitsberufen und Führungskräften, die sich unsere alternde Gesellschaft kümmern steigt an.

Die im vergangenen Jahr gestartete Aktion des Bundesministeriums „Ich pflege,weil....“ soll diese Berufsgruppen in den Mittelpunkt des Geschehens stellen, die Wertschätzung der Pflege in der Gesellschaft stärken und im Bewusstsein der Menschen fest verankern.

Daniel Bahr betonte bei der Eröffnungsrede der Altenpflegemesse in Nürnberg, dass er das deutsche Pflegesystem verbessern und stärken möchte, um den Anforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden.

Um Erwartungen und Wünsche von Pflegenden kennenzulernen, hatten 3 bayrische Pflegebotschafterinnen die Gelegenheit, den Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr persönlich für ein gemeinsames Gespräch im Rahmen der Altenpflegemesse in Nürnberg zu treffen.

Der Minister sprach mit den "Ich pflege, weil..."-Teilnehmerinnen Thyra Wehrens, Heike Ziegler und Sabine L. Distler (von links nach rechts) über ihren Pflegealltag und ihre Erfahrungen und darüber, welche Anregungen und Wünsche er mit nach Berlin nehmen solle. Die Pflegebotschafterinnen wünschten sich im Gespräch mehr Vertrauen in die Pflegenden, weniger Bürokratie und bessere Pflegebedingungen. Insbesondere würden bessere Förderbestimmungen für zusätzliches Fachpersonal, innovative Ausbildungsmodellen (z.B. Teilzeitausbildung) und neue Berufsgesetze für eine steigende Qualität und personelle Bewältigung in der Pflege von Nutzen sein.

„Dokumentation und Kontrolle muss sein, aber es ist einfach zu viel“ sagte Tyra Wehrens. „Die Pflege ist seit Jahren unter öffentlichen Beschuss und steht teilweise sogar unter Generalverdacht. Pflegende haben das Gefühl, sich immer verteidigen zu müssen. Diese Haltung ändert sich zu langsam. Hier brauchen wir Rückendeckung aus der Politik und den Mut, Partei für uns Pflegende zu ergreifen “ ergänzte Sabine L. Distler.

Minister Daniel Bahr informierte die Botschafterinnen über das seit 1.1.2013 geltende Pflegeneuausrichtungsgesetz, das noch ausstehende Berufsgesetz und auch über die „längst ausstehende“ Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs. Er regte an, dass Pflegende mit ihren Leistungen und Engagement mehr in die Öffentlichkeit treten sollen, und auch Vertreter aus Kommunen und Gemeinden vor Ort einzubinden sind, um Aufmerksamkeit und Wertschätzung dieses Berufes zu erwirken.

Ein Artikel von Sabine L. Distler

pdf  PDF-Download: Brief von Gesundheitsminister Daniel Bahr

 

Link zur Internetseite des Gesundheitsministeriums : www.ich-pflege-weil.de/